Montag, 30. Juli 2007

Scrap and write Challenge # 1 Urlaub

Marens Challenge war eine Herausforderung im wahrsten Sinne des Wortes für mich. Normalerweise entstehen meine Layouts relativ schnell und so wie es gerade "fliesst". Ein langes Nachdenken über die Gestaltung im Allgemeinen oder das Journaling im Besonderen ist eigentlich gar nicht mein Ding. Und das, obwohl das Texten ja mein täglich Brot ist. Oder gerade weil!? Keine Ahnung ...
Marens Fragenkatalog war jedenfalls eine guter Leidfaden zur eigenen Erinnerung. Vielen Dank Maren für die Gelegenheit, auch mal ein textlastiges Layout zu erstellen!


Material: PP - Basic Grey; Bastelpapier; Schrift - Bradley Hand und Susie's Hand; Tacker; Ribbion - unbekannt; Chalk; Ink - ColorBox; Blumen - Prima; Brads - MakingMemories

Journaling:
"Es gibt nicht den EINEN besonderen Urlaub, an den ich mich erinnere. Aber fest in meinem Gedächtnis verankert sind sicherlich die Wochenenden in Bouillon/Süd-Belgien. Zelten mit Freunden (in wechselnder Besetzung) direkt an der Semois. Es war während des Studiums, also zwischen 1995 und 1999. Die Idee dort hin zu fahren kam damals von Mike, der den Ort von Rudertouren kannte. Es waren meine ersten Camping-Erfahrungen. Wir hatten nicht viel Geld, da wir alle studierten. Aber mit einfachen Mitteln hatten wir jedes Mal eine unvergessliche Zeit. Zelt, Grill, Lagerfeuer, Kassettenrekorder, die Natur – der Fluss vor den Füßen und den Wald im Rücken -, belgisches Bier, gute Freunde und die Atmosphäre der Stadt.

Wir hatten immer einen Zeltplatz ganz unten direkt am Fluss – dort wo bunt gemischte Zelte standen und nicht zwischen den Wohnwagen. Die Ausstattung des Campingplatzes war eher einfach. Aber es hat gereicht. Der Chef des Platzes war sehr freundlich, allerdings haben wir es jedes Mal geschafft, dass er uns abends bei einem Rundgang zur Ruhe ermahnt. Mir war das jedes Mal furchtbar unangenehm.
Die meiste Zeit verbrachten wir auf dem Zeltplatz, saßen vorm Zelt, steckten die Füße in den eiskalten Fluss … Unsere Getränke kühlten wir immer am Flussufer im Wasser – gelegentlich holten wir weniger Flaschen raus, als wir reingelegt hatten. Ob es nun die Strömung war oder der durstige Angler ein paar Meter weiter!?

Mehrmals waren wir auf der alten Burgfestung in Bouillon oder haben einen Kaffee getrunken im Ort. Ansonsten haben wir uns selbst versorgt mit Grillen und Dosenravioli.

Diese Wochenenden waren Erholung pur und für mich eine ganz neue Erfahrung im Vergleich zu den Urlauben mit meinen Eltern. Wir hatten keine festen Regeln, keinen Plan, keine Uhrzeiten, an die wir uns halten mussten, brauchten nicht viel um Spaß zu haben.

Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr Urlaub im Zelt mache, habe ich doch einiges aus dieser Zeit mitgenommen – vor allem das Gefühl von Freiheit, dass ich im Urlaub brauche."

Kommentare:

Teena hat gesagt…

Wow, das Journaling ist einfach super!!!
Ich habe die Challenge wohl irgendwie verpasst.. schade!
Auch das Foto gefällt mir super, das ist so aus dem Leben gegriffen!

N. hat gesagt…

Das, liebe Jessica, ist GROSSARTIG! Ich bin ganz hin und weg :-)

Jazzica hat gesagt…

@teena: die challenge läuft noch bis 31.08., du kannst also noch mitmachen. :-)